#1 – Das (vielleicht nicht endgültige) Ende

Das ist mal ein super Titel für einen ersten Blogeintrag. Eigentlich wollte ich den Blog anders beginnen aber aktuelle “Ereignisse” haben mich umentscheiden lassen.

Am 01.01.2019 habe ich mein 365-Tage-Projekt gestartet. Ziel war es, dass ich mehr fotografiere und damit meine Fotografie weiter bringe. Gerade die Motivfindung ist bei mir oft ein Problem. Aber auch bei dem Beherrschen der Technik sollte mich das Projekt weiter bringen.

Im Großen und Ganzen hat mir das Projekt Spaß gemacht. Es gab aber immer Zeiten, in denen mich das Projekt genervt und gestresst hat. Immer wieder habe ich auch über das Aufhören nachgedacht. Meine Freundin und andere Fotografen haben mich aber immer wieder ermutigt weiter zu machen.
Ja, ich habe immer weiter gemacht. Im Grunde habe ich aber selten genau das fotografiert, was ich gerne fotografiere. Oftmals habe ich die Bilder einfach so dahingerotzt … Hauptsache die Aufgabe ist erledigt … egal wie. Das kann es doch nicht sein, oder?

Ich möchte eher Menschen fotografieren. Das ist das, was mich wirklich reizt. Mit meinem Projekt kann ich das aber nicht wirklich verbinden. Ganz im Gegenteil. Ich habe eher den Eindruck, dass mich das Projekt eher von dem abhält, was ich in erster Linie machen will.
Ich bin voll berufstätig. Nach der Arbeit bin ich in der Regel ziemlich im Arsch und mag im Grunde nicht mehr viel machen. Oftmals lege ich mich auch eine Runde aufs Ohr. Aber ein Bild musste trotzdem immer her. Das braucht halt auch immer Zeit. Natürlich geht das inzwischen recht schnell aber trotzdem braucht es eben Zeit. Erst Recht, wenn man nochmal extra los muss. Das ist aber im Grunde Zeit, die ich anders nutzen möchte.

Momentan bin ich dabei bei Leben zu entschleunigen. Ich möchte auch mehr darauf achten, dass ich Dinge in meiner Freizeit mache, die ich wirklich machen möchte. Das Projekt passt da absolut nicht rein. Ich fühle mich einfach jeden Tag gestresst. Immer dieser Zwang, was machen zu müssen. Es gibt einfach halt auch Zeiten, in denen mag man einfach nichts machen. Diese Freiheit mag ich mir nicht nehmen lassen.

Ich mag allerdings nicht ausschließen, dass ich das Projekt irgendwann fortführe. Vielleicht brauche ich einfach nur eine Pause. Vielleicht ändere ich auch die Vorgaben. Ich mag mich schon jeden Tag mit der Fotografie beschäftigen.

Euer Marcus